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Wer hat eigentlich die Tasten sortiert?

Was das Leben einfacher macht, ist Ordnung. So mein innerer Schweinehund, voller Inbrunst und dabei nur teilüberzeugend. Sortierungsreihenfolge ist mir auf den nächsten Blick nicht erkennbar, doch auch Unerschlossenes lasse ich gewähren und nutze es zu meinem Vorteil. Oder zur Zerstreuung.

Am Morgen aufgewacht und wieder diese Gedanken im Kopf, die Bilder, das Wollen, nicht können und umgedreht danach. Nicht eine meiner besten Ideen, in mir drängt der gestrige Abend nach oben, manifestiert sich in salzigem Speichel, füllt den Mund, den Magen, die Gedanken. Einen derben Fluch auf den Lippen, suchen meine Füße den Weg zur Keramik, während meine Gedanken den gestrigen Abend zurückverfolgen bis zu dem Punkt heute Morgen.

Als ich zu den Menschen kam, war das ein blutiges Ereignis, der Schwerkraft gehorchend, ihr Tribut zollend und doch in einer frühen Verweigerungshaltung – die sich durch ein ganzes Leben ziehen will – Tage zu spät, und doch wartet ein Komitee, mich zu empfangen, zwingt mich weiterzumachen. Schwimmen habe ich erst ein Jahrzehnt später regelernt, die Prioritäten waren nicht so eindeutig, auf dem Lande ohne Hochwasser muss man sich auf Wesentliches konzentrieren, Verteidigung, Artikulation, Abgrenzung.

Die Keramik ist unvertraut und doch bekannt, in Teilen zumindest. Der Salzgehalt in meinem Magen lässt mich nicht mehr untergehen, ich schwimme oben und setze mich dezent. Auf, nicht vor. Man hat ja was gelernt in diesen Jahren.
Die Bilder von gestern wieder vor Augen, wir sind alle älter geworden, gelassener nur ein Teil, die Geschichten gleichen sich nicht immer ab und die schwarzen Bratlinge vom Grill wirken seltsam grotesk am Folgemorgen. Die Scherben auf dem Boden, der ist wieder trocken, schlägt aber noch ein wenig Wellen. Dann zum Bahnhof, Regen im April, Hackfleisch auf Spießen, mit Soße, auch das ist anders als hier. Der Zug nervt, ist voller Menschen, die nicht das gleiche Ziel vor Augen haben, und doch meinen Weg kreuzen; die Luft ist dünn, das möchte ich von mir auch behaupten können.

Wer hat mir eigentlich Humor beigebracht? War das vor oder nach dem Schwimmen? Erinnerungen vergangener Zeiten wie Schemen aus keinem Lehrbuch, das muss ich wohl selber schreiben. Als ordentlicher Mensch in Schönschrift und bisweilen bar jeder Vernunft. So lebt sich ein Jahr dem nächsten zu und die brennenden Fragen bleiben unbeantwortet. Ob das so sein muss?

Unter meinen tauben Fingerspitzen gerät langsam die Sortierung auseinander, die Vokale suchen sich neue Laute, die Konsonanten treten in den Warnstreik, das „Q“ führt sie an, dicht gefolgt vom „Y“, Minderheiten in meiner Sprache, wie soll ich meine Worte wählen sonst, wenn nicht vorsortiert und wohlgeformt. Vielleicht sollte ich mehr, vielleicht auch nicht.

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